Die Kooperation Wald - Schule

Lange Zeit bevor die Waldpädagogik als gesetzlicher Auftrag im Landeswaldgesetz festgeschrieben wurde, engagierten sich bereits Forstleute in diesem Bereich, insbesondere durch Führungen, in denen fachliche Kenntnisse vermittelt werden sollten.


Die heute beispielhafte Zusammenarbeit von Lehrern und Förstern reicht zurück bis in die 50er Jahre. Daraus sind 105 Schulwälder mit etwa 280 ha Fläche entstanden, die z. B. im Jahre 1957 existierten.

Im letzten Jahrzehnt wurde die Zusammenarbeit intensiviert. Es wurden spezielle Fortbildungsveranstaltungen angeboten, in denen den Lehrern Artenkenntnisse und praktische Waldarbeit, den Förstern pädagogische Inhalte vermittelt wurden.


Mit der Eröffnung des Waldschulheimes in Indelhausen im Jahre 1977 gibt es auch im Bereich der Abteilung Forstdirektion eine entsprechende Lokalität für einen abwechslungsreichen Aufenthalt mit Unterricht, Lehrwanderungen, Arbeit im Wald sowie Sport und Spiel.


Durch die Waldpädagogik im Sinne von Erleben und Entdecken wird unseren Kindern die Bedeutung des Ökosystems Wald praktisch bewusst gemacht und damit das Problembewusstsein für unsere Umwelt schlechthin gefördert. Dies geschieht zum Einen durch Waldführungen und Veranstaltungen (wie zum Beispiel Wald-  und Umweltjugendspiele) der unteren Förstbehörden und Förster.  Allerdings können auf diesem Weg nur rund die Hälfte aller baden-württembergischen Schüler erreicht werden.


Zum Anderen ist aus der Zusammenarbeit der Forstdirektion Tübingen und dem Oberschulamt Tübingen ein Fortbildungsprogramm für Lehrer und Förster entstanden. Hierbei wird besonders auf die Rolle der Lehrer als Multiplikatoren gesetzt - sie geben Ihr Wissen an die Schüler weiter.