Schutzfunktionen des Waldes

Wasserschutz:
Wald dient der Reinhaltung von Grund- und Oberflächenwasser, sorgt für eine gleichmäßigere Schüttung der waldnahen Quellen und für einen gleichmäßigen Wasserabfluss.


Klimaschutz:
Wald hat eine ausgleichende Wirkung auf verschiedene Klimafaktoren und vermindert die Windgeschwindigkeit in Bodennähe (lokaler Klimaschutz). Er verbessert das Klima benachbarter Siedlungsbereiche und Freiflächen durch Luftaustausch (regionaler Klimaschutz). Die großen Waldgebiete beeinflussen das Klima weltweit, u.a. auch durch die Kohlenstoffspeicherung, die dem Treibhauseffekt entgegenwirkt. So werden in der Bundesrepublik jährlich etwa 4,2 Millionen Tonnen Kohlenstoff im Holz - beziehungsweise 6,6 Millionen Tonnen Kohlenstoff in der gesamten Biomasse des Baumes - gebunden. Weiterer Kohlenstoff wird in der Bodenvegetation, der Streu- und Humusschicht sowie im Waldboden gespeichert. Der „Kohlenstoff-Speicher Wald“ wird sich im Zuge der Wiederbewaldung ehemals landwirtschaftlich genutzter Flächen weiter vergrößern.


Bodenschutz:
Wald schützt sich und die in seinem Schutzbereich liegenden Flächen vor Erosion, Bodenverwehungen, Humusschwund, Steinschlag und Rutschungen.


Immissions- und Lärmschutz:
Wald mindert schädliche Einwirkungen und Belastungen durch Lärm, Staub, Aerosole, Gase und Strahlungen. Er schützt damit Wohn-, Arbeits- und Erholungsbereiche vor Immissionen.


Lawinenschutz:
Wald kann die Entstehung von Lawinen und Schneerutschungen verhindern sowie abgehende Lawinen und Rutschungen lenken, bremsen oder zum Halten bringen.

 

Sichtschutz:
Wald gliedert die Landschaft, schirmt Bauten und technische Anlagen ab oder sorgt für deren Einbindung in die Landschaft.